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Maori Culture

  Nga taonga tuku iho no nga tupuna

(Die von unseren Vorfahren ererbten Schätze)

 Die Sprache 
Viele Wörter der Maori haben Eingang in den täglichen Gebrauch der englischen Sprache gefunden. Hier eine Liste der gebräuchlichsten Wörter, die Sie auf Ihrer Reise nach Aotearoa zu hören bekommen werden...

Die Geschichte
Es ist historisch erwiesen, dass die Maori seit über tausend Jahren in der Region Canterbury angesiedelt sind. Wenngleich es kein schriftliches Zeugnis aus der Frühphase gibt, sind die alten Geschichten durch mündliche Überlieferung erhalten geblieben...

Legende & Mythologie

Vater Himmel und Mutter Erde

Nacht und Tag

Der Kampf zwischen Land und Meer

Maui

Die Geburt der Nordinsel, der Südinsel und der Stewart-Insel

Die Kultur der Maori
Erleben Sie die authentische Kultur der Maori
Ko Tane - das Maori-Erlebnis
Maori Tours Kaikoura
Katora Waka Heritage Journeys
Tamaki Heritage Village
Te Kihi Tours
  

 

Wenn Sie durch Aotearoa/Neuseeland reisen, werden Sie viele Wörter aus der Sprache der Maori hören, die Teil des alltäglichen Sprachgebrauchs sind. Hier eine Liste der gebräuchlichsten Wörter:
Die Sprache der Maori - im täglichen Gebrauch

Maori

Bedeutung und Übersetzung

Maori

Bedeutung und Übersetzung

Hangi

Eine Art Braten, der auf besonderen Steinen gebraten wird, die erhitzt und im Boden vergraben werden - sozusagen ein "unterirdischer Ofen". Laying a hangi, das Legen des Hangi, bezeichnet die Vorbereitung des Ofens und die Zubereitung der Speise und dauert fast einen ganzen Tag. Das Bratgut wird sehr langsam geschmort und schmeckt absolut einzigartig. Wenn Sie auf Ihrer Reise zu einem hangi eingeladen werden... unbedingt ja sagen!

Hapu

Ein Stamm, Unterstamm oder eine Sippe... oder ein Teil davon.

Hongi

Begrüßung der Maori - Nase an Nase. Die Nasen werden leicht aneinander gedrückt. Diese freundliche Begrüßungsgeste ist ein Zeichen der Sympathie. Wer nicht weiß, was ein Hongi ist, schreckt möglicherweise zurück, weil er denkt, sein Gegenüber wolle ihn küssen.

Whare

Ein Gebäude oder Wohnhaus - obwohl nicht unbedingt Leute darin wohnen müssen (siehe whare kai).

Whare Kai

Wörtlich übersetzt "Gebäude für Speisen" - reicht vom kleinen Lebensmittellager bis zum größeren Gebäude oder Raum, der als Speisezimmer für eine größere Anzahl von Personen genutzt werden kann.

 Whare Runanga

Wörtlich übersetzt "Gebäude (oder Haus) für Treffen" - Treffpunkt für den Stammesrat oder die Stammesversammlung. Eine Mischung aus Sitzungssaal und Gemeinschaftshaus.

Whanau

Die Familiengruppe - die Definition ist weiter gefasst als unser Begriff der "Familie". So können sowohl Blutsverwandte als auch andere Stammesmitglieder und enge Freunde dazugehören.

Marae

Hof - ein offenes Gelände vor dem wharenui, auf dem feierliche Begrüßungen und Diskussionen stattfinden. Oft auch als Verbindung der umliegenden Gebäude genutzt.

 Pakeha

Ein Nicht-Maori oder Neuseeländer mit europäischen Vorfahren.

 Aotearoa

Wörtlich übersetzt "Das Land der langen weißen Wolke" - der Name der Maori für Neuseeland.
 

 Whakapapa

Vorfahren oder Stammbaum.

Waiata

Ein Lied oder Gesang: waiata aroha bezeichnet ein Liebeslied, waiata tangi ein Begräbnis- oder Klagelied.

Powhiri

Eine Begrüßung oder Einladung. Wenn Sie einen marae besuchen, gehört der powhiri zur offiziellen Begrüßungszeremonie.

 Kia Ora

Ein freundlicher Gruß wie "Hallo" oder "Hi".

 Tena Koutou

Ein Gruß wie "Hallo", den man benutzt, wenn man drei oder mehr Leute gleichzeitig begrüßt. Bei Reden vor größerem Publikum wiederholt der Redner bisweilen diesen Gruß dreimal, um die Menschen in der Gegenwart, in der Vergangenheit (die Vorfahren) und in der Zukunft (die Nachfahren) zu grüßen.

Tangata Whenua 

Die Einwohner des Landes. Die Eingeborenen.

 Maoritanga

Allgemeine Bezeichnung für die Kultur der Maori - Sprache, Sitten und Gebräuche, Geschichte. Das macht Aotearoa (Neuseeland) so einzigartig.

Moko

Traditionelle Tätowierung für Männer und Frauen, zumeist im Gesicht, aber bisweilen auch auf Armen und Beinen sowie auf dem Oberkörper.
 

Waka

Ein großes Kanu - für 10-15 Personen oder mehr. Oft in Stammeskämpfen eingesetzt, in denen es als waka taua ("Kriegskanu") schwerbewaffnete Krieger zu transportieren hatte.

Haka 

Vor allem durch die All Blacks, das neuseeländische Rugby-Team, ist der haka als eine Art kriegerischer Tanz bekannt geworden. Es gibt jedoch viele verschiedene Arten von hakas. Einige werden vor dem Kampf getanzt, andere als Willkommensgruß. Außerdem gibt es verschiedene Varianten bei den unterschiedlichen Stämmen.
    Dies ist nur eine kleine Liste der häufigsten Wörter und Ausdrücke der Maori, die Ihnen auf Ihrer Reise durch Aotearoa begegnen werden. Um zu wissen, wie sie ausgesprochen werden, klicken Sie bitte auf das jeweilige Wort.

 

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Geschichte

Die Maori leben seit über 1000 Jahren auf Te Wai Pounamu (der Südinsel) - hier einige wichtige historische Daten:

Tangata Whenua - eine Chronologie

1000

Zum ersten Mal erscheinen Maori in der Region Canterbury, auf der Jagd nach dem Moa, einem inzwischen ausgestorbenen flugunfähigen Riesenvogel, der straußenähnlich aussah, aber über drei Meter groß werden konnte und bis zu 250 kg wog. Eine wichtige Nahrungsquelle für die frühen Maori.

 

1000

1300

Bis zu dieser Zeit waren die Ebenen von Canterbury dicht bewaldet. Die ersten Moa-Jäger legten Feuer, um die Vögel aus den Wäldern zu locken. Die Wälder brannten nieder und es blieben lediglich kleine Waldflecken übrig, etwa der heutige Deans Bush in Riccarton, nahe des Stadtzentrums von Christchurch, oder der Wald bei Papanui. Der Wald bei Papanui wurde in der Folge der europäischen Siedlungen nach 1850 stark abgeholzt und schließlich völlig vernichtet.

 

1300

1500

Der Waitaha-Stamm siedelte sich in der Pegasus- Bucht an. Er kam ursprünglich von der Ostküste der Nord- Insel. Berichte über die Fruchtbarkeit der Te Wai Pounamu (der Südinsel) erreichten in der Folge auch die Nord- Insel, sodass sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts der Stamm der Ngati Mamoe in der Gegend um Napier ansiedelte. Nach einer Zeit der Eroberungen und Mischehen wurden die Ngati Mamoe der beherrschende Stamm in der Gegend.

 

1500

1670

Ngai Tahu, ein weiterer Stamm aus dem Osten der Nordinsel, erreichte der Bezirk Kaikoura und breitete sich in relativ kurzer Zeit zielstrebig Richtung Süden aus. Damit begann eine längere Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen den Neuankömmlingen, den Ngai Tahu, und den ursprünglichen Bewohnern, den Ngati Mamoe.

 

1670

1700

Ngai Tahu breitete sich weiter aus und schuf Siedlungen in Kaiapoi, Rapaki, Ripapa Island, Akaroa und Birdlings Flat. Die Ausbreitung setzte sich bis etwa 1830 fort und es entstand eine pulsierende Jade-Industrie mit Verbindungen zur Westküste der Südinsel über den Arthur's Pass.

 

1700

1815

Die ersten Europäer landeten mit dem Segelboot "Governor Bligh" in Canterbury.

 

1815

1825 - 1828

Innerhalb des Ngai Tahu-Stammes entbrannte ein Bürgerkrieg. Infolgedessen wurde die Maori-Bevölkerung von Te Wai Pounamu stark dezimiert - von ursprünglich 5000 Maori überlebten nur etwa die Hälfte diese Auseinandersetzung.

 

1825-1828

1830

Der Ngati Toa-Stamm, der ebenfalls von der Nord- Insel kam, geriet in eine Reihe von Scharmützeln mit den Ngai Tahu. Der berühmte Krieger Te Rauparaha vom Stamme der Ngai Toa verschaffte seinen Mannen einen großen Vorteil im Kampf, der eigentlich mit der Faust geführt wurde, indem er Musketen auf das Schlachtfeld mitbrachte.

 

1830

1832

Unter Te Rauparaha nahmen die Ngati Toa Kaiapohia Pa ein - nur 200 der 1000 Ngai Tahu entkamen dem Massaker, das daraufhin stattfand. Im gleichen Jahr nahm Te Rauparaha eine Festung auf der Onawe-Halbinsel in Akaroa Harbour ein und metzelte die Verteidiger nieder. Infolge dieser Massaker und des Bürgerkrieges waren die Maori in Canterbury auf 500 Menschen geschrumpft.

 

1832

1833

Das Oberhaupt der Otago, Tairoa, mobilisiert eine Gruppe Ngai Tahu, die sich im Lyttelton Harbour versammelt, nach Norden segelt und die dortigen Stämme bei Blenheim schlägt - die Auseinandersetzungen dauern mehrere Jahre.

1833

1840

Major Bunbury fährt an Bord des britischen Schiffes "H.M.S. Herald" nach Akaroa, um Unterschriften der Maori-Oberhäupter für den Vertrag von Waitangi von 1840 zu sammeln.

1840

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Die Maori-Mythologie

    

 

 

Wie in vielen Mythologien existieren die Mythen der Maori in verschiedenen Versionen, die einander zum Teil widersprechen. Es besteht eine gewisse Nähe zur polynesischen Mythologie. Einige Mythen sind sowohl bei den Maori als auch in bestimmten Gebieten Polynesiens zu finden. Hier eine kleine Auswahl an Mythen der Maori:

 

Vater Himmel und Mutter Erde
Am Anfang herrschte die Dunkelheit – Te Ponui oder Te Porora ("die lange Nacht") – doch dann kamen der Mond und die Sonne und brachten Licht an den Himmel. Dort lebten Ranginui ("Vater Himmel") und Papatuanuku ("Mutter Erde") , aber alle ihre Kinder auf der Erde lebten in Dunkelheit – denn der Himmel lag auf der Erde und ließ kein Licht zu ihr durchdringen.

 

Nacht und Tag
Auf der Erde stritten sich die Kinder von Ranginui und Papatuanuku, wie sie am besten an Tageslicht gelängen. Tumatauenga, der Gott des Krieges, wollte ihre Eltern töten lassen, damit Tageslicht auf die Erde kommen könnte. Sein gemäßigterer Bruder Tane Mahuta (der Gott der Wälder) meinte, Ranginui solle von Papatuanuku getrennt werden, damit Licht auf die Erde käme. Dies wurde schließlich auch getan. Tane Mahuta trat mit seinen gewaltigen Füßen (Wurzeln) und seiner ungeheuren Kraft die Eltern auseinander, woraufhin sich die ewige Dunkelheit von der Erde erhob und Nacht und Tag entstanden.

 

Der immerwährende Kampf zwischen Land und Meer
Die Trennung machte Rangi sehr traurig. Er weinte Sturzfluten, aus denen sich die Ozeane bildeten. Der abtrünnige Tawhiri (der Gott des Windes und des Sturmes), der mit dem Plan nicht einverstanden gewesen war, folgte seinem Vater in den Himmel und schickte aus Rache verheerende Stürme über die Wälder von Tane Mahuta, bis alle Bäume entwurzelt waren. Dann kümmerte er sich um Tangaroa (den Gott des Meeres), der in die Tiefen des Ozeans fliehen musste.

Tangaroas Enkel wussten nicht recht, was zu tun sei – die Fische folgten ihm ins Meer, die Eidechsen und Reptilien hingegen suchten unter den Felsen und in den zerstörten Wäldern Unterschlupf. Tangaroas Groll über seine abtrünnigen Kinder ist der Grund dafür, dass das Meer heute das Land unterspült. Es ist der Versuch, Tangaroa und seine Kinder wieder zusammenzubringen.

 

Maui
Maui war der fünfte Sohn seiner Eltern. Er war eine Frühgeburt und ein sehr schwaches Kind. Da sein Überleben ungewiss war, wickelte ihn seine Mutter Taranga in einen Knoten aus ihrem Haar und warf ihn ins Meer. Daher lautet sein vollständiger Name Maui-tikitiki-a-Taranga (Maui, der Haarknoten von Taranga).

Maui wuchs mit vielen magischen Kräften auf. Deshalb baten ihn seine Mutter und seine Brüder, die Sonne langsamer wandern zu lassen, damit sie mehr Zeit zum Angeln, Jagen und zur Erledigung ihrer Arbeiten hätten. Mauis Brüder hielten die Sonne an riesigen, aus Flachs geflochtenen Seilen fest, während Maui ihr mit dem verzauberten Kieferknochen seiner Großmutter ins Gesicht schlug. Die Sonne wurde so schwach, dass sie nur noch über den Himmel kriechen konnte - was sie seit diesem Tage an tut.

 

Die Geburt der Nordinsel, der Südinsel und der Stewart-Insel
Zu Mauis zahlreichen Talenten gehörten seine erstaunlichen Fähigkeiten als Fischer – während die anderen oft nur sehr spärlich oder gar nicht für ihre Mühen belohnt wurden, war Mauis Boot stets schwer mit den Gaben der See beladen. Auf einer Ausfahrt mit seinen Brüdern verfing sich dabei Mauis Angelhaken unter den Wellen im whare runanga ("Haus zum Treffen") von Tonganui. Nach einem langen, ermüdenden Kampf gelang es Maui, das Haus einzuholen - und mit ihm eine riesige Landmasse, die heute als die Nordinsel bekannt ist – Te Ika a Maui (der Fisch von Maui). Eine Legende besagt, dass das Kanu selbst die heutige Südinsel ist und dass die Stewart-Insel einst der Ankerstein des Kanus gewesen ist.

 

 

  

 

 

 

 

Updated Monday, 8 September 2008
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